Während die Eltern den Fragebogen ausfüllten, konnten die Kinder sich schminken lassen. Foto: Fürther Bündnis für Familien

Das ist Fürther Familien wichtig

Aus Anlass des internationalen Tags der Familie ging das Fürther Bündnis für Familien in die Fußgängerzone und machte dabei auch eine Umfrage unter den interessierten Eltern. 74 Mamas oder Papas haben den Bogen ausgefüllt. Die Befragten konnten unterscheiden zwischen „sehr wichtig“, „wichtig“, „egal“ und „nicht wichtig“. Die Möglichkeit für Anmerkungen nutzte hingegen kaum einer.
Fast alle der Befragten (89 %) finden es „sehr wichtig“, dass Kinder in der Stadt gern gesehen und gehört sind, nur ein Prozent findet das „nicht wichtig“.
Spielecken in Geschäften, Cafés und Lokalen findet beinahe die Hälfte (47 %) für „sehr wichtig“. Immerhin noch über ein Drittel (37 %) findet das „wichtig“.
Nicht ganz so wichtig ist den Befragten eine Kinderkurzzeitbetreuung, die aber immerhin noch zwei Drittel für „wichtig“ (38 %) bis „sehr wichtig“ (30 %) halten.
König unter den Eltern scheint zu sein, wer flexible Arbeitszeiten hat, denn fast allen  Befragten ist dieses Privileg „wichtig“ (22 %) oder sogar „sehr wichtig“ (77 %).
Ähnlich, aber nicht ganz so wichtig wird Teilzeitarbeit bewertet: zwei Drittel (65 %) der Befragten ist diese Möglichkeit „sehr wichtig“, ein Viertel (25 %) hält sie immerhin noch für „wichtig“.
Eine Randzeitenbetreuung bietet die Möglichkeit, seine Kinder noch rechtzeitig vor Arbeitsbeginn zur Betreuungseinrichtung bringen (vor 7 Uhr), nach Arbeitsende abholen (nach 17 Uhr), sowie an arbeitsreichen Samstagen gut unterbringen zu können. Die meisten Befragten halten das für „sehr wichtig“ (42 %), ein Drittel hält es für „wichtig“ (42 %), dem Rest ist es „egal“ (22 %) bis „nicht wichtig“ (3 %).
Noch mehr gefragt als die Betreuung zu Randzeiten ist eine Betreuung der Kinder in den Ferien, wie sie das Fürther Bündnis für Familien während der Oster- und Sommerferien anbietet. Exakt die Hälfte (50 %) hält diese Möglichkeit für „sehr wichtig“, ein Drittel (31 %) immerhin noch für „wichtig“ und lediglich einem Fünftel ist das „egal“ (10 %) oder „nicht wichtig“ (9 %).
Ein Thema hat in der letzten Zeit rasant an Bedeutung gewonnen, was sich auch in unserer kleinen Umfrage niederschlägt: die Unterstützung für Familien mit pflegenden Angehörigen. Dies ist beinahe zwei Dritteln (64 %) der Befragten „sehr wichtig“ und immerhin noch einem Viertel (24 %) „wichtig“.
Ähnlich sieht es bei Unterstützungsangeboten für Alleinerziehende aus: mehr als zwei Dritteln der Befragten ist das „sehr wichtig“ (69 %), rund einem Fünftel „wichtig“ (19 %). Einen Beratungsstützpunkt für Alleinerziehende halten rund die Hälfte (47 %)  für „sehr wichtig“,  39 %  für „wichtig“.
Treffpunkte und Beratungsmöglichkeiten für Familien brennen nicht gar so auf den Nägeln: Etwa ein Drittel (32 %) halten sie für „sehr wichtig“, nicht ganz die Hälfte (45 %) für „wichtig“, aber 23 Prozent sind sie „egal“ bis „nicht wichtig“.
Ganz anders – und das ist erstaunlich – bei Toiletten und Wickelmöglichkeiten. Die halten beinahe zwei Drittel (62 %) für „sehr wichtig“ sowie ein Drittel (31 %) noch dazu für „wichtig“. Nur sieben Prozent ist das soweit egal oder nicht „wichtig“.
Von Barrierefreiheit profitieren all jene, die einen Kinderwagen oder Rollator schieben oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Die Hälfte (49 %) der Befragten hält Barrierefreiheit für „sehr wichtig“ und über ein Drittel (36 %) für „wichtig“.
Freizeitangebote für Familien finden fast alle Befragten „wichtig“ (38 %) bis „sehr wichtig“ (55 %), doch für noch wichtiger werden Alternativen zum „Taxi Mama“ eingeschätzt: Zwei Drittel (62 %) halten einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr für „sehr wichtig“ und über ein Viertel (27 %) immerhin noch für wichtig.